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Teeweg

Sen no Rikyu          Zen          Urasenke

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Teezeremonie bedeutet viel mehr, als Gästen eine Schale Tee zu bereiten. Der Teeweg ist Schulung des Bewußtseins. Jede Handlung, jede Bewegung wird schlicht, natürlich und mit voller Konzentraton begangen.

Harmonie (Wa), Respekt (Kei), Reinheit (Sei) und Ruhe (Jaku) sind die grundlegenden Prinzipien des Teeweges und jeder Tee-Zusammenkunft.

Harmonie meint nicht nur die geschmackvolle Auswahl der Teegeräte oder ein höfliches Verhalten von Gastgeber und Gästen. Gemeint ist auch Einheit und Übereinstimmung mit der Natur, der Jahreszeit, dem Wetter, kurz, das Sich-Einfügen in die Gegebenheiten.

Respekt, Achtung, Ehrfucht, nicht nur den anderen Teilnehmern gegenüber, sondern gegenüber allem – seien das kostbare Kunstwerke wie die Bildrolle oder die Teeschale, oder „einfache“ Gegenstände wie das Leinentuch, mit dem die Schale ausgewischt wird. Alles, was präsent ist, wird respektvoll behandelt.

Reinheit meint mehr als nur äußere Sauberkeit und akkurate Anordnung der verwendeten Geräte. Auf beides wird bei der Teezeremonie ausnehmend großer Wert gelegt. Aber Reinheit umfasst auch die Haltung aller Handelnden, im  Sinne eines Zurücknehmens auf das Wesentliche. Perfekt ist, wovon man nichts mehr streichen kann.

Ruhe schließlich meint nicht die Abwesenheit von Lärm, im Gegenteil: Eine Teezeremonie kann man in der Einflugschneise eines Flughafens zelebrieren. Gelassenheit und die Ruhe des Geistes sind gemeint, der die äußeren Gegebenheiten nimmt, wie sie eben sind.

Diese Haltung bei der Teezeremonie, die auch ausserhalb des Teeraumes und zwischen den Tee-Zusammenkünften wirkt, hat den Teeweg zu einem der Wege des Zen-Buddhismus gemacht. Tee ist Zen ist Bewusstseinsschulung.

Dabei ist Teeweg keine Religion, eine Tee-Zusammenkunft keine kultische Handlung. Menschen kommen zusammen im Bewusstsein, dass sie als Menchen gleich sind und einander so begegnen sollen: in Harmonie, mit Respekt, mit Reinheit und in Ruhe.

Diese Haltung hat den Teeweg zu einem Bestandteil der japanischen Hochkultur gemacht, in der die materiellen Künste dieser Kultur zusammenkommen.

Es ist kein Zufall, dass eine Teezeremonie fester Bestandteil jedes Staatsbesuches in Japan ist.

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