warning icon
YOUR BROWSER IS OUT OF DATE!

This website uses the latest web technologies so it requires an up-to-date, fast browser!
Please try Firefox or Chrome!

Teeweg

Sen no Rikyu          Zen          Urasenke

———————————————————

Die japanische Überlieferung berichtet von einigen bedeutenden Teemeistern, die durch ihr Wesen, ihre Kreativität und ihr Wissen die Zeitgenossen und auch die Nachgeborenen beeindruckten. Ihr Wirken trug dazu bei, die Teekultur in Japan weiter zu entwickeln.

Eine herausragende Gestalt in der Entwicklung der japanischen Kultur des Teekonsums ist Sen no Rikyu.

Ruf im Sommer das tiefe Empfinden einer kühlen Frische
und im Winter das einer geborgenen Wärme hervor.
Leg die Holzkohle so, dass sie das Wasser richtig erhitze,
und bereite einen Tee, der erfreut – das ist das ganze Geheimnis!

Sen no Rikyu

Rikyu lebte in der Zeit des Übergangs Japans zur Neuzeit, in Jahren gesellschaftlicher und politischer Umbrüche (oder einfach gesagt: des Bürgerkriegs). In dieser Zeit tauchten auch erstmals die Portugiesen und mit ihnen christliche Missionare in Japan auf. Die Ära war geprägt von neuen Ideen und großer Kreativität.

Früh mit dem Zen-Buddhismus vertraut, lernte Rikyu mit 19 Jahren den Tee kennen und war bald ein Virtuose der Teezeremonie. So wurde er zum persönlichen Teemeister zweier Shogune, was intensiven Kontakt mit diesen, mit anderen Fürsten und mit deren Teemeistern bedeutete.

In späteren Jahren begann sich Rikyu von den aufwändigen, repräsentativen Teezeremonien an den Fürstenhöfen abzuwenden. Statt teuren, aus China importierten Teegeräten verwendete er japanische Alltagsgeräte.

Er war einer der Meister des Wabicha, einer Ästhetik, die Schönheit in schlichter Einfachheit sieht. Geräte sollen unperfekt, vergänglich, und unvollständig sein. Wert hat nicht, was teuer war, sondern was in Würde gealtert ist.

Wenn die alte, schlichte Reisschale eines Bauern voller Spuren des täglichen Gebrauchs schön ist, dann taugt sie als Teeschale, die man einem mächtigen Fürsten reicht. Als Teeraum genügt eine kleine, rustikale Hütte, die mit Gras gedeckt ist. Für Teeschalen beauftragte Rikyu den Töpfer Chojiro, den Begründer der bis heute berühmten Raku-Tradition. Chojiro hatte bis dahin vor allem Dachziegel hergestellt.

In all diesen bewussten Entscheidungen steckt auch Provokation und Modernität. Viele Gegenstände aus der Zeit Rikyus sind bis bis heute modern und schön. Rikyus Auswahl von Geräten gilt bis heute als vorbildlich.

Dabei ging es ihm nicht nur um Ästhetik, sondern ihm lag an der Verbindung der Teezeremonie mit dem Zen-Buddhismus. Heute ist der Teeweg akzeptiert als einer der Wege des Zen: „Tee und Zen sind ein Geschmack“, sagt ein Sprichwort.

Rikyu ist der Ahnherr dreier japanischer Teeschulen, darunter auch die Urasenke-Teeschule.

loading
×